Dauerprüfstelle

Lebensdauer- & Dauerlaufprüfung

Validierung unter Extrembedingungen

Die Absicherung der langfristigen Produktzuverlässigkeit erfordert Prüfsysteme, die über Wochen oder Monate hinweg absolut stabile Messdaten liefern. Wir entwickeln automatisierte Dauerlaufprüfstände, die mechanische, elektrische und thermische Belastungen präzise simulieren und jede kleinste Veränderung im Prüfling lückenlos dokumentieren.

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Validierte Prüfdaten für höchste Qualitätsstandards

In der Phase der Produktentwicklung und Serienfreigabe ist die Lebensdauerprüfung das Nadelöhr. Ein Ausfall der Prüftechnik nach hunderten Stunden Testzeit ist nicht nur teuer, sondern gefährdet Ihren gesamten Zeitplan (Time-to-Market).

WSK Elektronik versteht Dauerlaufprüfung als eine Kombination aus maximaler Anlagenverfügbarkeit und absoluter Datenintegrität. Wir bauen Systeme, die physisch standhalten und durch eine intelligente Messketten-Überwachung sicherstellen, dass jeder aufgezeichnete Wert der Realität entspricht. Damit schaffen wir die Basis für Ihre Produkthaftung und Konformitätsbewertungen.

Simulation realer Lastprofile und Zeitraffer-Tests

Um die Marktreife zu beschleunigen, müssen reale Belastungszyklen zeiteffizient abgebildet werden. Unsere Prüfstände nutzen physikalische Modelle zur Zeitraffung, ohne die Aussagekraft der Ergebnisse zu gefährden:

  • Dynamische Wechselbelastung: Simulation von Millionen Schaltzyklen oder Bewegungsabläufen unter definierter Kraftwirkung (Servomotorik/Pneumatik).
  • Thermische Kopplung: Durchführung der Dauerläufe in integrierten Klimakammern zur Analyse des Materialverhaltens bei extremen Temperaturwechseln (-40 °C bis +180 °C).
  • Elektrischer Stress: Kontinuierliche Überwachung der Signalqualität und des Widerstandsverhaltens unter Dauerbestromung zur Detektion von Kontaktbrand oder Isolationsfehlern.

Datensicherheit und Langzeitstabilität (24/7-Betrieb)

Das kritischste Risiko bei Dauerlaufprüfungen ist der Datenverlust oder schleichender Messwertdrift. Wir begegnen diesen Herausforderungen mit einer hochperformanten Architektur:

  • Autonome Überwachung: Das System arbeitet vollautomatisch und verfügt über intelligente Abschalt-Routinen bei Grenzwertverletzungen, um Prüfling und Anlage proaktiv vor Zerstörung zu schützen.
  • Präzisions-Messelektronik: Einsatz von Hardware mit extrem geringem Temperaturkoeffizienten, um eine über Monate hinweg stabile Messkette ohne Drift zu garantieren.
  • Lückenlose SQL-Archivierung: Alle Messdaten werden direkt in Datenbanken gespeichert. Dies ermöglicht tiefe Trendanalysen und die Korrelation von Fehlern mit spezifischen Lastzuständen.

Ihr Weg zum Dauerlaufprüfstand

Die Entwicklung eines Lebensdauerprüfstands ist eine Investition in Ihre langfristige Produktqualität. Damit diese Investition belastbare Ergebnisse liefert, kombinieren wir unsere spezifische Erfahrung in der Langzeitsimulation mit unserem standardisierten Projektmanagement.

Innerhalb unseres bewährten 6-Schritte-Ablaufs für individuelle Prüfsysteme legen wir bei Dauerlaufprojekten besonderes Augenmerk auf drei kritische Säulen:

1. Definition der Lastkollektive:

Wir unterstützen Sie dabei, komplexe reale Belastungsdaten in deterministische, automatisierte Prüfsequenzen zu übersetzen, um eine maximale Vergleichbarkeit der Testergebnisse zu gewährleisten.

2. Entwicklung der Test-Umgebung:

Wir realisieren die vollständige Integration notwendiger Medienzuführungen (wie Wasser, Gas oder Öl) sowie die präzise thermische Konditionierung des Prüfraums.

3. Automatisierung der Auswertung:

Wir implementieren intelligente Algorithmen, die Fehlerereignisse (z. B. Mikro-Unterbrechungen) selbstständig im Millisekundenbereich erkennen und hochauflösende „Snapshots“ der Signalphysik für die Ursachenanalyse speichern.

Investitionsschutz durch Zuverlässigkeit

Ein Dauerlaufprüfstand von WSK Elektronik ist mehr als eine Messeinrichtung – er ist die Versicherung für Ihre Produktversprechen. Durch die Kombination aus robuster Mechatronik und intelligenter Software-Überwachung minimieren wir das Risiko von Fehlmessungen und Anlagenausfällen während kritischer Testphasen.

Wir begleiten Sie von der ersten Lastkollektiv-Definition bis zur finalen statistischen Auswertung Ihrer Daten. Setzen Sie auf Prüftechnik, die genauso ausdauernd ist wie Ihre Produkte.

Lassen Sie uns gemeinsam die Belastbarkeit Ihrer Innovationen absichern. Kontaktieren Sie uns für eine technische Erstberatung.

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Bild einer Dauerbelastung

Häufig gestellte Fragen zu unseren Lebensdauer- und Dauerlaufprüfsystemen

Absolut. Die Herausforderung besteht darin, Tests so zu raffen, dass sie Zeit sparen, aber keine atypischen Fehlermodi provozieren. Wir unterstützen Sie dabei, Ihre realen Felddaten in automatisierte Prüfprofile zu übersetzen. Dabei berücksichtigen wir anerkannte Modelle (wie die Arrhenius-Gleichung für thermische Alterung oder das Coffin-Manson-Modell für mechanischen Stress), um sicherzustellen, dass die zeitraffende Prüfung statistisch belastbare Aussagen über die reale Lebensdauer zulässt.

Unsere Prüfstände sind für den autarken 24/7-Betrieb ausgelegt. Bei einem Energieausfall greift eine unterbrechungsfreie Pufferung, die den aktuellen Prüfstatus (Zykluszahl, Lastzustand) sicher wegschreibt. Sobald die Energieversorgung wiederkehrt, kann der Test exakt an der Abbruchstelle fortgesetzt werden. Zudem überwacht das System kritische Versorgungsmedien (Druckluft, Wasser, Strom): Reißt ein Medium ab, versetzt das System den Prüfling in einen definierten Sicherheitszustand, löst einen Alarm aus und verhindert so Folgeschäden an Prototyp und Anlage.

Wir konstruieren nach dem Prinzip der „Hardware-Agilität“. Mechanische Aufnahmen sind meist modular als Wechselplatten-System konzipiert, sodass neue Bauteilgeometrien ohne Umbau des Grundgestells integriert werden können. Softwareseitig erlaubt unser wsk Framework das einfache Anpassen von Prüfsequenzen, Grenzwerten und Lastprofilen über eine intuitive grafische Oberfläche. Sie sind somit nicht auf uns angewiesen, um kleinere Anpassungen an neue Produktvarianten vorzunehmen.

Die größte Gefahr bei Langzeittests ist schleichender Datenverlust oder Messwertdrift. Wir setzen auf eine redundante Speicherstrategie: Messdaten werden lokal gepuffert und simultan in einer zentralen SQL-Datenbank archiviert. Um physikalischen Messdrift (z. B. durch Temperaturschwankungen im Labor) zu eliminieren, nutzen wir Hardware mit niedrigen Temperaturkoeffizienten und führen automatisierte Selbstkalibrierungs-Zyklen während des laufenden Testbetriebs durch. So bleibt die Genauigkeit vom ersten bis zum millionsten Zyklus konstant.